Jacques Hilarius Sandsacks Psychoschmarotzer
ATHENA, 2001
Összefoglaló
Buchbesprechung
Der ausgefallene Titel, Jacques Hilarius Sandsacks Psychoschmarotzer, lässt die Vermutung aufkommen, dass die im Roman dargestellten Ereignisse in die Heimlichkeiten einer Lebensweise einweihen, welche mit jenen Erfahrungen, die der Leser im eigenen Alltag erlebt, kaum etwas zu tun haben. Und tatsächlich, bereits beim Lesen der ersten Zeilen entsteht der Eindruck, dass der Autor, gleichsam eines Dolmetschers, all das in verständliche Worte fasst, was Persönlichkeiten, die unter mentalen Störungen leiden, mit ihren absurd anmutenden Ausdrucksmitteln nicht artikulieren können. Die überzeugende Darstellung verworrener Gedanken, konfuser Gefühlsäußerungen und aparter Verhaltensmotive lässt sich darauf zurückführen, dass der Autor jahrzehntelang als klinischer Psychologe der Stadt Wien in Frontlinie der Sozialpsychiatrie tätig war. Das Wesen seiner Arbeit ersah er nach eigenen Angaben im gezielten Einsatz der bei Kranken beobachtbaren Kommunikationsart, um mit der Auflockerung der therapeutischen Atmosphäre die Annahme der angebotenen Hilfe zu erleichtern. Die farbprächtige Kavalkade, welche im Buch typische Merkmale diverser psychischer Beschwerden erkennen lässt, wird in der auf der Rückseite des Bandes zitierten Besprechung folgendermaßen beschrieben:
"Was für eine Geschichte!? Oder - nein, was für Geschichten! In einem rasanten Erzähltempo zieht uns der Autor in den Strudel dieses Irrenhauses hinein, fesselt uns an die Hauptpersonen, die chamäleongleich Namen und Rollen wechseln und kraft ihres "Denks" die monströsesten und außergewöhnlichsten Welten und Gegenwelten erschaffen. Ist Franz-Joseph Wirrimkopf-Gabalyodott nun Direktor oder Patient des "Gelben Hauses", und was ist das überhaupt für ein Ort, in dem sich all diese merkwürdigen Gestalten zusammenfinden, anfeinden und zum Teil Wort- und Gedanken-Gefechte liefern, die - auf den ersten Blick abstrus - eine Sprachbrillianz, psychologische Tiefe und philosophische Weitsicht entwickeln, die den Leser in ihren Bann ziehen. Und in all diesen Absonderlichkeiten und phantastischen "Denk-Welten" blitzt immer wieder Bekanntes auf, und man erschrickt manchmal wie beim Blick in die Scherben eines zerbrochenen Spiegels über die in der Verzerrung verborgene Wahrheit. In den teilweise chaotischen Gesellschaftsformen, die hier entstehen, mit ihren sehr merkwürdigen Gesetzgebungen und Strukturen sind jedoch immer spürbar die Macht und Kraft des Wortes, die durch das Instrument Sprache vermittelte Gedanken-Freiheit: "Denk-Sklave oder Denk-Herr zu sein, Fakten zu schaffen oder in Wahrheit zu leben, darum geht es hier und allerorts."
Das Interesse zahlreicher Sprachwissenschaftler für das Buch ist gewiss auf die beschriebene Ausdrucksweise zurückzuführen: Bestimmte linguistisch interessante Phänomene werden von Germanisten europaweit anhand von Textbeispielen veranschaulicht, welche dem Buch entnommen wurden.
Győző Szendrődi, Schöpfer der Gestalt Jacques Hilarius Sandsack, wurde 1942 in Budapest geboren, wo er in den Jugendjahren als Mitglied einer bewaffneten antikommunistischen Bewegung ins Gefängnis kommt. 1967 flüchtet er nach Österreich, studiert in Wien Psychologie, Philosophie sowie Kunstgeschichte. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet er in der Psychiatrie - teilweise mit psychisch kranken Künstlern. Neben deutschsprachigen wissenschaftlichen Publikationen erschienen von ihm auf Ungarisch mehrere literarische Produkte, deren künstlerisches Programm in der Darstellung schizophrener Denkweise besteht.
Részletek
- német
- 256 oldal
- Kötés: papír / puha kötés
- jó állapotú antikvár könyv
- ISBN: 9783932740909
- Szállító: Antikvár Könyvek Kft.
- Eredeti cím: Jacques Hilarius Sandsacks Psychoschmarotzer
Jacques Hilarius Sandsacks Psychoschmarotzer
Buchbesprechung Der ausgefallene Titel, Jacques Hilarius Sandsacks Psychoschmarotzer, lässt die Vermutung aufkommen, dass die im Roman dargestellten Ereignisse in die Heimlichkeiten einer Lebenswe...
Online ár:
4 990 Ft